
Kronen Zeitung
HARTBERG-TRAINER
Schopp, Teil drei! Neustart mit viel Altbewährtem
Wer, wenn nicht er? Fußball-Bundesligist TSV Hartberg machte sehr rasch nach dem Saisonende Nägel mit Köpfen in der Trainerfrage, nachdem Coach Manfred Schmid den Verein verlassen hatte. Dass die Entscheidung bei der Nachbesetzung auf Markus Schopp fiel, überrascht nicht.
Scheinbar kann man nicht ohneeinander, könnte man durchaus behaupten. Mit der Rückkehr von Markus Schopp auf die Trainerbank des TSV Hartberg – die „Krone“ hatte längst spekuliert – schließt sich sowohl für den Coach als auch den Verein ein Kreis. Der TSV vertraute damals 2018, in seiner allerersten Bundesliga-Saison, auf die Sturm-Legende, für Schopp war der TSV Hartberg einst die erste Station als Profi-Trainer.
Jetzt fielen die Würfel abermals auf den Grazer, der bereits viereinhalb Jahre in Hartberg am Werk war, den TSV 2019/2020 erstmals in seiner Geschichte in die Meistergruppe und daraufhin sogar in den Europacup geführt hatte. Via Hartberg gelang Schopp 2021 der Sprung auf die Insel zu Barnsley. Als es in England vorbei war, bewahrte Schopp ab Winter 2022/23 Hartberg vom letzten Tabellenplatz aus noch vor dem Abstieg. Ehe im Herbst 2024 der große Knall folgte, Schopp die Oststeirer damals sehr überraschend aufgrund einer Ausstiegsklausel verlassen konnte und zum LASK wechselte.
Diesmal keine Klausel?
Davon soll jetzt keine Rede mehr sein. Denn TSV-Obmann Erich Korherr vertraut auch in dieser – ob angekündigter finanzieller Einbußen – eher speziellen Lage in der kommenden Saison abermals auf Schopp, der mit dem Manager der Hartberger ein sehr vertrauensvolles Verhältnis pflegt. Gemeinsam soll diesmal langfristig an der kontinuierlichen Entwicklung des TSV Hartberg, auf und abseits des Platzes, gearbeitet werden. Stimmen die Gerüchte, soll es diesmal im Schopp-Vertrag keine Ausstiegsklausel geben.
Zwei Rollen
Am Donnerstag wird Schopps drittes Abenteuer in Hartberg auf einer Pressekonferenz ganz offiziell eröffnet. Hierbei wird der 52-Jährige, der als Technischer Direktor gemeinsam mit Korherr auch Kaderplanung und Transferentscheidungen verantwortet, seinen Plan präsentieren, wie man den TSV nach starken Resultaten wie dem Cup-Finale 2025 sowie dem abermaligen Einzug in eine Meistergruppe in der abgelaufenen Saison auch bei budgetär kleinerem Spielraum „fit“ für die Bundesliga hält. Im Hartberger Trainerteam soll‘s jedenfalls einen Total-Umbruch geben, nur TSV-Tormanntrainer Christian Dobnik an Bord bleiben.
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Bild: Wulf Scherbichler









